Jesendorf Nord 2018 - FREIWILLIGE FEUERWEHR JESENDORF

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                Jesendorf Süd besucht Jesendorf Nord

Nicht Jedermann im Landkreis Landshut ist bekannt, das es nicht nur ein Jesendorf in Niederbayern in der Gemeinde Kröning gibt, sondern ebenso ein Dorf gleichen Namens in Mecklenburg-Vorpommern. Das war vor 10 Jahren der Grund für die Bayrischen Jesendorfer Feuerwehrler, mit den Mecklenburger Jesendorfern Kontakt aufzunehmen und sich näher kennenzulernen. Und weil die Norddeutschen im Jahr 2009 ihr 75-jähriges Gründungsfest feierten, beschlossen die Süddeutschen, sie zu diesem Fest zu besuchen. Bereits ein Jahr später kamen dann die Jesendorfer Nord zu Besuch zum Dorffest der Jesendorfer Süd. Seitdem besteht ein reger Kontakt zwischen den beiden Wehren, der auch durch gegenseitige Besuche immer weiter gefördert wird.
Deshalb war es auch in diesem Jahr wieder einmal so weit. Die Süddeutschen beschlossen im Frühjahr dieses Jahres, ihre Namensvettern im Norden wieder einmal zu treffen und ihnen einen Besuch abzustatten. Der Reisetermin war vom Donnerstag, den 7. September bis zum Sonntag, den 10. September. Das Organisationsteam bestehend aus Ingrid Nickl und Hans Staudinger erarbeitete dazu einen genauen Zeitplan und ein umfangreiches Rahmen- und Besichtigungsprogramm.
Mit einem bequemen Reisebus der Firma Schwab und den Busfahrern Heike und Stefan Schwab aus Hub starteten am Donnerstag Abend 28 Jesendorfer Feuerwehrler und Bürger um 22.00 Uhr Richtung Norden. Die Nachtfahrt verlief weitgehend reibungslos, so das alle Teilnehmer gegen 7.00 Uhr am Freitag Morgen relativ munter eine mitgebrachte Brotzeit zu sich nehmen konnten. Danach ging es weiter nach Hamburg. Leider gab es bedingt durch kleine Staus eine Verzögerung im Terminplan von einer halben Stunde, die aber ohne große Probleme geregelt werden konnte, so das man gegen 9.00 Uhr mit einem Hamburger Führer eine ca. eineinhalbstündige Stadtrundfahrt durchführen konnte. Im Anschluss daran ging es gleich darauf zu den St. Pauli Landungsbrücken, wo schon eine Barkasse auf die Niederbayern wartete, um zur Hafenrundfahrt zu starten. Nach der Hafenrundfahrt hatten dann alle ausgiebig Zeit, sich weitere Sehenswürdigkeiten Hamburgs anzusehen, ein Mittagessen zu genießen oder einfach zu relaxen.  




Gegen 14.30 Uhr ging die Fahrt dann weiter Richtung Osten. Wiederum nach zweistündiger Fahrt kam man dann in Warin am Hotel an, da in Jesendorf Nord kein Unterkünfte zur Verfügung stehen. Warin liegt ca. 8,6 km von Jesendorf entfernt. Nach dem gemeinsamen Abendessen trafen dann einige der Kameraden der FFW Jesendorf Nord mit ihren Frauen ein, um die Bayern zu begrüßen und, da sich mehrere schon kannten, wiedersehen zu feiern.
Am Samstag stand dann wieder ein Besichtigungstermin auf dem Programm. Die Fahrt ging ins Ostseebad Rerik. Hier wurden mit einem einheimischen Archäologen mehrere Hünengräber die etwas außerhalb des Ortes liegen und ca. um 3000 v. Chr. erbaut wurden, besichtigt. Bedingt durch die Lage der Gräber außerhalb des Ortes auf einem freien Feld wehte doch schon ein für die Süddeutschen ungewohnt "starker Wind". Da die Bayern aber den hier herrschenden Wind nicht gewohnt sind und auch vielleicht etwas unpassend angezogen waren, gab es zwischendurch den einen oder anderen derben Spruch von ihnen dazu zu hören. Die weitere Zeit stand dann wieder zur freien Verfügung bis man gegen 14.00 Uhr ins Hotel zurück kehrte.
Pünktlich um 17.00 Uhr startete der Bus dann zur Fahrt nach Jesendorf, wo die bayrischen Gäste schon von der einheimischen Feuerwehr zu deren Sommerfest erwartet wurden. Dabei ist es schon Tradition, das die Bayern hier in Tracht auftreten. Nach einem ausgiebigen Begrüßungsspalier, da sich viele der Gäste und der Einheimischen schon aus vorangegangenen Begegnungen kannten, gab es dann auch gleich Mecklenburger Kost für die Jesendorfer Süd zu probieren: Ostseesprotten, Schmalzbrot und ein hier gebrannter Kräuterschnaps. Ungefähr eine halbe Stunde später übergaben dann die Süddeutschen ihr Gastgeschenk an die FFW Jesendorf Nord: Drei Fässer Bier mit Hohenthanner Märzen. Da man im Norden hauptsächlich Pils trinkt, das immer etwas bitter schmeckt, kam das süffige bayrische Bier sehr gut an. Zusätzlich als Überraschung für die norddeutschen hatte der 1. Vorstand der Bayrischen Jesendorfer, Hans Staudinger, ein Einladung der FFW Wippstetten zu deren 125-jährigen Gründungsfest überreicht. Jesendorf ist der Patenverein für die Wippstettener. Im Laufe des Abends wurden mehrere Darbietungen von beiden Gruppen geboten. Die Jesendorfer Süd gaben mehrere bayrische Lieder und eine Volksmusikgruppe der Jesendorfer Nord mehrere plattdeutsche Lieder zum besten. Als Höhepunkt des Tages aber wurde von der Laienspielgruppe der Gastgeber ein kleines, humorvolles Theaterstück aufgeführt, das große Begeisterung hervor rief. Viel zu schnell war der Abend für die Niederbayern dann vorbei, da sie ja am nächsten Tag noch die anstrengende Heimreise vor sich hatten. Trotzdem wurde im Hotel noch ungefähr eine Stunde weiter der schöne Tag "besprochen".
Die Heimfahrt startete pünktlich um 9.00 Uhr am Sonntagmorgen und führte über die Lutherstadt Wittenberg. Nach der Ankunft in Wittenberg gegen 13.00 traf man sich zum gemeinsames Mittagessen im Brauhaus Wittenberg. Anschließend gab es eine Stadtführung zu Fuß durch die Altstadt und in die Schlosskirche, in der Luther gepredigt und seine Thesen angeschlagen hat. Die von den Preußen wiederaufgebaute Kirche hat bei allen Teilnehmern einen großen Eindruck hinterlassen. Gegen 16.00 Uhr fuhr der Bus dann endgültig Richtung Jesendorf / Niederbayern, wo er um 22.25 eintraf und die kurze, teilweise anstrengende und auch schöne Reise zu Ende war.
© Freiwillige Feuerwehr Jesendorf (Niederbayern)
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