Patenbitten Wippstetten - FREIWILLIGE FEUERWEHR JESENDORF

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             Patenbitten der FFW Wippstetten

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So auch das 125-jährige Gründungsfest der FFW Wippstetten vom 31. Mai bis zum 2. Juni diesen Jahres. Und weil die Jubelwehr selbst bei ihrem Fest feiern und nicht arbeiten möchte, braucht sie einen Patenverein, der beim Jubiläumsfest die Arbeit übernimmt. Deshalb hat die Wehr Wippstetten am Samstag, den 12. Januar offiziell im Rahmen eines unterhaltsamen Abends bei ihrer Nachbarwehr, der FFW Jesendorf angefragt, ob sie sich als Patenverein zur Verfügung stellen würde.
Im voll besetzten Saal des Gasthauses Schwab in Hub fanden sich ab 19.30 Uhr dazu ca. 140 Gäste ein. Eingeladen waren die Mitglieder beider Feuerwehren, die Festdamen beider Vereine und die Wippstettener Bürger. Musikalisch empfangen und durch den Abend begleitet wurden die geladenen von der 9 Mann starken Blaskapelle Ostner aus Geisenhausen. Der Schirmherr des Jubiläums, Krönings Bürgermeister Hartshauser, war natürlich auch anwesend. Der allseits auch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Gstanzlsänger und Hochzeitslader „Nickl Schoss“, der auch Mitglied der FFW Jesendorf ist, moderierte und führte durch den Abend.
Um einen Patenverein zu gewinnen bzw. zu überzeugen, eine solche Last auf sich zu nehmen, muss man als Jubelverein beim Patenbitten schon einiges auf sich nehmen und ertragen. Deshalb schickte Georg Nickl nach einigen Worten zum Ablauf des Abends die Gäste erst einmal wieder nach draußen vor die Tür. Hier hatten die Jesendorfer einen ca. 20 cm starken Holzstamm bereit gestellt, den die Kommandanten der Wippstettener bei dichtem Schneetreiben durchsägen mussten. Natürlich war die dazu bereitgestellte Säge nicht die schärfste und so dauerte es doch fast 10 Minuten, bis diese Aufgabe erledigt war.
Danach ging es wieder in Begleitung der Ostner hoch in den Saal zum Abendessen. Nachdem das Essen beendet war, wurden die Wippstettener vor weitere „schwere“ Aufgaben gestellt. Der 2. Kommandant der Jesendorfer, Willi Finkenzeller, stellte den vier Wippstettener Kommandanten und Vorständen (1.  Vorstand: Wünsch Robert, 2. Vorstand: Oberhofer Georg, 1. Kommandant:





Niedermeier Robert und 2. Kommandant: Bruckmeier Michael) die Aufgabe, vier verschiedene Biersorten blind zu verkosten und zu erkennen.Diese Prüfung wurde von den beiden Vorständen hervorragend gelöst; erkannten sie doch drei von vier Sorten. Die nächste Aufgabe stellte die Lungen der Bittsteller auf die Probe: Sie mussten mit zwei C-Schläuchen und Rohren einen an einem C-Rohr verklebten Luftballon bis zum Platzen aufblasen. Die Luftballone erreichten hierbei fast einen Durchmesser von ca. 80 cm. Schirmherr Hartshauser fungierte dabei als Zeitnehmer. Hierbei hatten die beiden Vorstände wieder die Nase vorn und gewannen. Zur dritten Aufgabe wurde der Wippstettener Kassier, Andi Märkl, mit auf die Bühne gebeten, da diese nur zu fünft zu erledigen war.
Die Vorstandschaft musste einen Maßkrug Bier, der oben geschlossen war,  aber aus dem fünf dünne Schläuche  heraus führten, so schnell wie möglich zugleich leeren. Dabei waren sie so schnell, das Kommandogeber Finkenzeller vollkommen überrascht war und noch einmal nachschenken ließ. Auch die zweite Maß wurde aber in sekundenschnelle geleert. Die vierte Aufgabe war dann ganz „ einfach“: Nur ein Schnapsglasl trinken. Leider war das Glasl nicht mit Flüssigkeit, sondern mit Semmelbröseln gefüllt. Das bereitete den Wippstettenern doch erhebliche Schwierigkeiten. Zum Nachspülen gab`s dann aber eine halbe.
Nach dem Abarbeiten aller Aufgaben wurde es dann ernst für die Wippstettener Vorstandschaft. Sie mussten sich auf den dreieckigen Patenbalken niederknien und jeder einzelne  hat laut und deutlich die Jesendorfer gebeten, die Patenschaft für das Gründungsfest zu Übernehmen. Damit  es ihnen aber nicht zu schwer fiel, gab`s auch hier vorher ein Schnapserl: ein Glaserl Wodka mit Peperoni. Danach stellte Hans Staudinger, 1. Vorstand der Jesendorfer Wehr, seiner Vorstandschaft die entscheidende Frage: „Übernehmen wir die Patenschaft ?“ und bekam natürlich ein einstimmiges „Ja“ zur Antwort.
Und weil die Jesendorfer freiwillig soviel Arbeit bei diesem Fest auf sich nehmen, durfte dann auch die Frage nach der Verköstigung beim Fest nicht fehlen. Um hier dazu ein paar Zahlen zu ermitteln, wurde der 1. Vorstand Wippstettens, Robert Wünsch, mittels einer Waage in Bierträgern aufgewogen. Ihm gegenüber als Gegengewicht stand die Patenbraut der FFW Jesendorf, Lisa Richter. Da sie erheblich leichter als Wünsch ist, bedurfte es genau 14 Träger Bier, um die Waage auszugleichen.
Im Anschluss daran wurden die Festdamen der Jesendorfer und Wippstettener durch Hans Staudinger und Robert Wünsch vorgestellt und bekamen vom Kommandanten Robert Niedermeier  jede einen Blumengruß überreicht.
Mit launigen Abschlußworten bedankte sich dann Robert Wünsch bei der FFW Jesendorf und Robert Niedermeier wiederum bei Wünsch und würdigte ihn als „Fels in der Brandung“. Zum Schluß ließ es sich der „Nickl Schoss“ nicht nehmen, den Abend mit mehreren Gstanzeln noch ein mal Revue passieren zu lassen.
© Freiwillige Feuerwehr Jesendorf (Niederbayern)
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